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| Ernährung Der Energiebedarf (Kalorienmenge) liegt während der Schwangerschaft nur ca. 20% über dem normalen. Der Bedarf an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen ist wesentlich stärker erhöht. Eine besonders wertvolle Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse, Milchprodukten und Fisch ist somit empfehlenswert. Schwangere sollten mindestens 1,5 Liter am Tag, besser 2-3 Liter trinken. Vitamine Besonders wichtig sind Folsäure, Vitamin C, Vitamin D und Vitamine der B-Gruppe. Ein Mangel an Folsäure kann zu Neuralrohrdefekten (offener Rücken), Fehlbildungen und Fehlgeburten führen. Bei bestehendem Kinderwunsch und in der Schwangerschaft wird eine Einnahme von Folsäuretabletten mit 0,4 Milligramm pro Tag empfohlen. Die Vitamine der B-Gruppe werden im Stoffwechsel als so genannte Coenzyme benötigt. Vegetarierinnen haben oft einen deutlichen Vitamin B-Mangel. |
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| Ernährung
- Seite 2 - Vitamin D reguliert den Kalzium-Haushalt des Körpers. Störungen im Kalzium-Stoffwechsel gehen mit einer mangelhafter Mineralisation und nachfolgender Deformierung der Knochen einher (Rachitis). Neben seiner Wirkung als Coenzym bei der Produktion von Bestandteilen des Bindegewebes und der Gallensäuren ist die Hauptfunktion von Vitamin C die antioxidative Wirkung, d.h. der Schutz von Biomolekülen vor der Zerstörung durch Oxidation. Mineralstoffe Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Jod, Kalzium, Eisen und Magnesium. Das Ungeborene braucht ab der 12. SSW Jod für die eigene Schilddrüse und für die Hirnentwicklung. Mehrere Langzeituntersuchungen zeigten, dass Jodmangel der Schwangeren zu einem niedrigeren Intelligenzquotienten führt. Jodiertes Speisesalz und Meeresfisch verbessern die Jodversorgung vor allem in Jodmangelgebieten (Süddeutschland) und vermeiden eine Kropfbildung beim Erwachsenen. |
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| Ernährung
- Seite 3 - Für den zusätzlichen Bedarf in der Schwangerschaft werden 200 Mikrogramm Jod pro Tag in Form von Tabletten empfohlen. Kalzium ist wichtig für den Knochenbau ihres Babys. Wird nicht ausreichend Kalzium durch die Nahrung aufgenommen, werden die Vorräte der Mutter genützt. Dies hat Auswirkungen auf die Zähne und Knochen der Mutter. Eisen ist wichtig für den Aufbau der sauerstoff-transportierenden roten Blutkörperchen der Mutter. Besonders in der Spätschwangerschaft kommt es oft zu Eisenmangel (Anämie). Eisen wird vom Fötus für die Blutversorgung und den Aufbau der inneren Organe benötigt. Bei den regelmäßigen Blutuntersuchungen während der Schwangerschaft wird die ausreichende Eisenversorgung beobachtet und gegebenenfalls ein Eisenpräparat verschrieben. Magnesiummangel in der Schwangerschaft kann neben Waden- und Bauchkrämpfen zu frühzeitigen Wehen führen. Empfohlen werden für Schwangere 450 Milligramm Magnesium pro Tag. Die Aufnahme von Magnesium und Eisen behindert sich aber gegenseitig. Eisen und Magnesiumpräparate sollten deshalb mit einem zeitlichen Abstand von 2 Stunden eingenommen werden. |
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